Heils- und Erlösungsplan
Gott schuf ein einziges Wesen, einen vollkommenen, reinen Geist, dem Er ein Höchstmaß an Kraft und Macht gab: Christus, den einzigen direkten "Sohn" Gottes.
Mit Schöpferkraft ausgerüstet rief Christus weitere Wesen ins Leben (Joh.1,1 ff), die selber auch wieder schöpferisch tätig wurden. Im Gegensatz zur ersten Schöpfung, nämlich Christus, war diese zweite nicht von Beginn an vollkommen sondern wird erst auf dem Weg des Reifens dorthin gelangen. Im Zusammenspiel mit dem Grundprinzip des freien Willens schließt dies auch Entwicklungen ein, die zunächst von dem eigentlichen Ziel wegzuführen scheinen. Aber "aus Fehlern lernt man"...
Und so geschah es auch, dass irgendwann Luzifer, der höchste von Christus geschaffene und nach Christus reinste Geist, unzufrieden mit seiner Position wurde.
Daraus entstand eine Spaltung, bei der sich viele Geister von Luzifer blenden ließen und ebenfalls unzufrieden mit der Aufgabe wurden, die sie bis dahin innehatten: Sie wollten mehr - mehr Macht, mehr Ansehen, mehr Einfluss... So stellten sie sich gegen die Ordnung Gottes.
Erst nachdem sie sich Luzifer unwiderruflich unterworfen hatten, erkannten sie nach und nach seinen wahren Charakter und seinen Willen zu beherrschen - und ihren Fehler, Christus abzulehnen. Doch ihr Sturz war nicht mehr aufzuhalten.
Um die gefallenen Geister wieder zurückzuführen, richtete Christus mit der Kraft Gottes Sphären ein - geistige und materielle -, in denen die Geister nach und nach ihre Schwächen ablegen und sich hin zu Gott entwickeln konnten. Eine solche Sphäre ist auch die materielle Schöpfung mit unserer Erde...
Den gestürzten Engeln - zu denen auch die heute lebenden Menschen gehören! - blieb jedoch die endgültige Heimkehr in das Königreich Christi wegen der gnadenlosen Machtausübung Luzifers versagt.
Als genügend Geister soweit gereift waren, dass sie ihrer Gesinnung nach ins Gottesreich hätten zurückkehren können, übernahm Christus eine Aufgabe, die selbst für Ihn sehr gefährlich war: Er kam in der Person des Jesus von Nazareth in die materielle Welt und setzte sich damit der Gefahr aus, als schwacher Mensch selbst von Luzifer zum Abfall von Gott gebracht zu werden.
Die Aufgabe dabei war zweigeteilt: Zum einen wollte Er durch sein Vorleben allen Menschen Mut machen, den Angriffen Luzifer zu trotzen und treu zu Gott und Seinen Geboten zu stehen.
Zum anderen wollte Er die Grenzen Luzifers Macht aufzeigen, indem Er dessen Angriffen als schwacher Mensch standhielt. Als Ihm sogar schlimmste seelische und körperliche Folter und der Martertod am Kreuz nicht davon abbringen konnten, war das Ziel erreicht.
Nach dem irdischen Tod trat Christus ihm als Geist entgegen. Luzifer blieb nichts als anzuerkennen, dass Christus der wahre König der Schöpfung ist. Anstatt der erwarteten Vernichtung sah sich Luzifer aber "nur" mit der Einschränkung konfrontiert, ab sofort keine rückkehrwilligen Geister mehr mit Gewalt hindern zu dürfen - dem musste er zustimmen.
Luzifer kann seitdem zwar noch durch Verlockungen, Drohungen und Verführungen versuchen, Geschwister vom Weg abzubringen, aber letztendlich ist es nun nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der Letzte nach Hause geht - unterstützt von Christus und Seinen Helfern.