Die Prüfung der Geister
Sich auf den Verkehr mit der Geisterwelt Gottes einzulassen, ist kein Spiel sondern eine heilige Handlung. Darauf weisen wir zwar auch in unseren Veröffentlichungen (z.B. "Geistige Speise", "Ausbildung der Medien") hin. Weil uns dies aber so wichtig ist, möchten wir es an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hervorheben.
Beim Umgang mit der jenseitigen Welt sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dort neben Engeln Gottes auch andere Geistwesen tätig sind. Manche tun dies aus eigenem Antrieb und aus dem eigenen beschränkten Wissen heraus. Diese sind wohlmeinend aber oft fehlen ihnen die Kenntnis der geistigen Zusammenhänge und der Einblick in den göttlichen Heils- und Erlösungsplan.
Es gibt aber auch weniger gut gesinnte Geschwister, die uns in die Irre leiten wollen. Einige handeln "nur" aus Schadenfreude. Es gibt aber auch eine Menge Geister, die sich immer noch Luzifer verschrieben haben und uns bewusst schaden wollen. Es gibt neben Schwarz und Weiß also auch eine Vielzahl an "Graustufen" dazwischen... Aus eigener Kraft sind wir Menschen kaum in der Lage, die einen von den anderen zu unterscheiden.
Aus unserer Sicht gibt es daher einige Punkte, die wichtig sind, um den möglichen Gefahren des Geisterverkehrs zu begegnen:
- In der Gemeinde für die Gemeinde
Der gottesdienstliche Rahmen und die geschulte Gemeinde bieten uns einen geschützten Rahmen, in dem täuschende Geister schneller zu entlarven sind. - Unbedingtes Gottvertrauen
Gott ist ein liebender Vater, der uns keine Steine gibt, wenn wir ihn um Brot bitten. Wenn wir uns an seine Regeln halten und um Seinen Schutz bitten, dann dürfen darauf vertrauen, dass wir immer nur soweit geprüft werden, wie wir diese Prüfung bei Aufbietung all unserer Kräfte auch bestehen können. - Grundhaltung zum Geisterverkehr
Der Dank und das Lob Gottes sollen im Vordergrund zu stehen. Wenn Er dann noch einen Boten zwecks Belehrung schickt, so ist das ein zusätzliches Geschenk - das wir aber nicht erwarten sollen.
Wer wegen "Engelkontakten" oder gar wegen des Nervenkitzels oder materieller Fragen auf den Kontakt hofft, sollte seine Haltung dringenst hinterfragen: Das sind die Tummelplätze der niederen Geisterwelt. - Herrscht Ordnung im Gottesdienst?
Die Geister Gottes sind Geister der Ordnung. Sind mehrere Medien anwesend, so kommt es niemals vor, dass mehrere Geister gleichzeitig sprechen oder sich sonst irgendwie behindern. Ebenso sollte die Zahl der sich kundtuenden Geister nicht uferlos werden. Schließlich geht es ja noch um andere Dinge in der Andacht... - Wohlwollend kritische Grundhaltung
Ein Geist kann von uns nicht mehr Glaubwürdigkeit verlangen, als jeder Mensch. Wir würden ja auch nicht jedem Menschen, der an unserer Tür klingelt, sofort vorbehaltlos vertrauen. Noch viel weniger sollten wir dies einem Geist gegenüber, den wir in der Regel noch nicht einmal sehen können. Ein Geist Gottes hat keine Probleme damit, diese Glaubwürdigkeit zu beweisen. Im Zweifel handeln wir nach dem Motto: Lieber einen Geist Gottes weggeschickt, als einem Niederen Geist Vertrauen geschenkt. - Medium oder Geist?
Das Medium muss - gerade in der Teiltrance - selbstkritisch genug bleiben, um nicht in die Falle des Hochmutes zu tappen. Weist dieses jeden Zweifel weit von sich, ist erst recht Skepsis angesagt. Dann wächst die Verantwortung der Gemeinde, dies in Liebe, aber auch Klarheit und Geradlinigkeit anzusprechen. Genauso gefährlich wie ein niederer Geist ist ein "abgehobenes" Medium.
Im Zweifelsfall muss der Sache auf den Grund gegangen werden, z.B. durch Fragen, die nur gedanklich gestellt werden oder die zuvor aufgeschrieben und in einen Umschlag gesteckt und verschlossen werden. Ein Bote Gottes freut sich über die aufmerksame Gemeinde und ermuntert sogar zur Prüfung. Aber Achtung: Am Ball bleiben und sich auch bei der Antwort nicht "einlullen"lassen!
Ein entlarvter Geist muss - in Liebe - weggeschickt werden - allerdings nicht ohne zuvor von der Gemeinde auf den richtigen Weg hingewiesen zu werden - begleitet mit einem Segenswunsch an den Vater.
Mehr dazu in unserem Text auf den Literaturseiten zur Ausbildung der Medien. - Die Aussagen
Auch an dem, was die Geister sagen, lässt sich einiges ablesen:- Inhalt der Durchsagen
Der Lobpreis Gottes und der Dank an Christus steht bei guten Durchsagen im Vordergrund.
Wird nahezu ausschließlich von dem bunten Treiben der Engel im Himmel und auf Erden berichtet, ist Vorsicht geboten: Steht die Verehrung dieser Engel im Mittelpunkt, kann dort nicht Gott und Christus sein.
Dies gilt auch, wenn die Teilnehmer über den grünen Klee hinweg gelobt werden und ihnen, den "Auserwählten", Honig um den Mund geschmiert wird. Anderherum geht ein Bote Gottes bei zu äußernden Kritik liebevoll vor - herablassende oder unflätige Ausdrücke sind ihm fremd.
Inhalte guter Durchsagen beziehen sich auf die Veredelung des Geistes, auf Hilfen beim Aufstieg oder dienen zum Verständnis der Bibel oder ähnlicher Texte. Dabei bedienen sich Gottes Boten Worte, die jedem einleuchten. Wird es schwierig, den Ausführungen zu folgen, oder fühlen sich einzelne Teilnehmer verwirrt, muss dies unbedingt ausgesprochen werden!
- Wohlklingende Namen
Geister Gottes sollten sich namentlich vorzustellen. Melden sie sich aber mit wohlklingende Namen, wie z.B. Jesus, Erzengel Michael, Jungfrau Maria, Johannes Greber, Ghandi, usw. , so ist auch hier äußerste Vorsicht geboten: Engel Gottes haben es nicht nötig, sich durch hohe Namen Eindruck und Respekt zu verschaffen.
- Inhalt der Durchsagen
Mehr zu diesem Thema findet sich auch zum Herunterladen auf unseren Literaturseiten.