Hilfsmöglichkeiten
Die Befreiung aus dem Einfluss solcher Geister gelingt nach unserer Erfahrung am besten in drei Schritten. Dies sind einfache Methoden, die jeder schnell erlernen kann und mithilfe derer sich Betroffene sehr gut "selbst" helfen können.
- Der unbedingte Wille des betroffenen Menschen, sich von dem Geist zu lösen.
Das mag auf den ersten Blick verwunderlich klingen. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man aber, dass viele Menschen durchaus einen "Vorteil" aus dem Stimmenhören ziehen. Es hat ja auch etwas für sich, "jemanden" zu haben, mit dem man sich unterhalten kann. Für viele Betroffene ist auch die "nachfolgende Stille" zuerst einmal schwer auszuhalten. Sie fühlen sich leer und einsam.
Ist diese Grundvoraussetzung jedoch nicht gegeben, wirkt der freie Wille des Betroffenen uneingeschränkt. D.h. auch den geistigen Helfern sind dann "die Hände gebunden" und eine Befreiung muss unterbleiben. Hier kann unter Umständen eine therapeutische Behandlung sinnvoll sein, um die Bereitschaft zur Trennung von dem Geist zu entwickeln.
- Die Belehrung des störenden Geistes, um ihn über die Folgen seines Verhaltens und für ihn mögliche Alternativen dazu aufzuklären und so zum Rückzug zu bewegen.
Auch die störenden Geister sind in dieser Verstrickung gefangen und im Grunde Verführte. Durch intensive Belehrung erhalten sie die Möglichkeit, das Falsche ihres Handelns zu erkennen und die Lösung aktiv mit voranzutreiben. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass sich die Geister oftmals überhaupt nicht bewusst sind, was sie da eigentlich tun. Manche halten den Körper für ihren eigenen, andere haben einfach Angst vor dem Unbekannten "da draußen". Die christliche Nächstenliebe gilt also - ganz im Sinne Christi - auch diesen verführten Geschwistern und deren Heimführung.
Wir "kämpfen" also bewusst nicht gegen den Geist, sondern versuchen mit ihm eine gute Lösung für alle zu finden. - Die Lösung der Verstrickungen durch vertrauensvolle Gebete im Namen Christi zu Gott, unserem himmlischen Vater
Christus hat mit seiner Erlösungstat den absoluten Sieg über die niederen Kräfte errungen. ER ist also der alleinige Herrscher der gesamten Schöpfung. Seiner Macht kann sich nichts und niemand widersetzen. Und genau diese Kraft nutzen wir, wenn wir uns im Gebet mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung an IHN wenden. Auch Jesus erwähnt in der Bibel diese "Methode" als eine der wirkungsvollsten. (Markus 9, 28-29)
Nach der Befreiung ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die eine erneute Besetzung durch denselben oder andere Geister unterbinden.
Jesus verwendet im Lukasevangelium das Bild eines Hauses, in das der Geist zurückkehren will:
"Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte und sucht Ruhe; und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang." (Lk. 11, 24-26)
Durch die oben angeführte Einbindung des Geistes in die Lösung ist dem Zurückkehren desselben Geistes wirksam entgegengewirkt.
Mittels regelmäßiger Gebete und Ausrichtung des Lebenswandels auf Gottes Gebote, können wir zudem "einen Wächter vor die Tür" stellen, der Geistern den Zutritt verweigert.
Unsere Vorgehensweise, Menschen von quälenden Geistern zu befreien, gründet auf folgenden Erkenntnissen:
- Es gibt eine geistige Welt, die uns umgibt und mit der wir unter bestimmten Umständen in Kontakt treten können.
- Es gibt Gott, ein Wesen, das uns erschaffen hat und uns liebt.
- Es gibt Christus, der im Auftrage Gottes die Schöpfung regiert.
- Es gibt einen Teufel, ein Wesen, das "böse" ist und uns von Christus fernhalten möchte.
- Christus ist stärker als der Teufel.
- Die störenden Geistwesen sind Opfer der Verführung durch den Teufel und können ebenfalls befreit werden.
- Medialität ist keine Krankheit sondern eine Gabe. Im richtigen Sinne eingesetzt, kann sie uns und unseren Nächsten sehr segensreich wirken.
Diese Einstellung mag für manchen eine mittelalterliche Weltsicht darstellen, die in der heutigen naturwissenschaftlich-materialistischen Sichtweise keinen Platz mehr hat. Die Erfolge unseres Handelns lehren uns aber diese andere Sichtweise. Es gibt eben mehr zwischen Himmel und Erde, als das, was mit unseren Messgeräten zu erfassen ist.
Diese Erkenntnisse ziehen unweigerlich Veränderungen in unserem Denken und Handeln nach sich. Wenn ich die Existenz Gottes akzeptiere, dann weiß ich auch, dass mein Leben eingebettet ist in einen größeren Kontext und mein Handeln Konsequenzen hat. Bereitschaft zur Umkehr ist oft die Voraussetzung für eine dauerhafte Befreiung von quälenden Geistern.